
Literatur · Werk
Triptychon
Gnosisroman
Triptychon ist eine Dreifachvariation über ein
Thema.
Dieses ist gegeben durch die
historische Erscheinung der antiken Gnosis, und wird abgewandelt
- in die Geschichte des
Zusammenfindens dreier Personen, in der Gegenwart spielend, die in ihrem Leben
auf unterschiedliche Weise nach Gnosis (was meint tiefgründende Erkenntnis)
suchen
- in die Entwicklungsgeschichte eines Alchemisten der frühen Neuzeit
- sowie in eine Alternativwelt-Geschichte, die von
einem Was-Wäre-Wenn Standpunkt aus erzählt wird.
Die Gegenwartserzählung
„Helena“ wird von dem antiken, gnostischen Mythos erhellt, in dessen
Widerschein die Protagonisten stehen.
„Alchemist“ ist die
Erzählung der Suchfahrt eines Erkenntnisstrebenden, dessen Weg ihn weit ab von
seiner Heimat Burgund führt.
„Anderswelt“ erzählt von dem Verlorensein eines
durch das Multiversum treibenden Wurzellosen, entwurzelt durch die
Realitätsmanipulationen einer Gruppe von Gnosisfanatikern, irgendwo in
Anderswo.
Fäden, Entsprechungen, Echos verbinden alle drei
Stränge: Der Protagonist der Anderswelt taucht in einer Bar in der
Gegewartserzählung auf und versucht, mit dem Icherzähler ein Gespräch
anzuknüpfen – ist also der Gegenwartsprotagonist der gesuchter Bruder von
diesem?
Hat der Gegenwartserzähler
den Andersweltprotagonisten imaginiert, oder ist es gerade umgekehrt? Und der
Alchemist: er wird als Romanfigur vom Gegenwartserzähler erfunden, bringt der
Gegenwartserzähler, indem er dort Ellen als Elena auftreten lässt, nicht sich
selbst in die Geschichte ein? Oder ist der Alchemist die Vergangenheit des
Gegenwartserzählers, so wie der Alchemist sich eine Wiederkehr in einem anderen
Leben vorstellte?